Eiger Nordwand Winterbegehung

David Hefti und Mathias Schick auf dem Gipfel

Letzten Freitag konnten wir, Mathias Schick und David Hefti, die super Verhältnisse in der Eiger Nordwand nutzen. (Fotogalerie)
Nach ein paar Stunden Schlaf im Zelt am Wandfuss stiegen wir im Dunkeln in die Route der Erstbegeher ein. Im Stirnlampenlich passierten wir den Schwierigen Riss, den Hinterstoisser-Quergang und kletterten über den Eisschlauch vom ersten aufs zweite Eisfeld. Bei der Dämmerung erreichen wir den Fuss des Bügeleisens und können beim ersten Tageslicht beim Todesbiwak etwas kleines Essen. Weiter geht's nun hinter zwei Östreichern, die in der Wand biwakiert haben, durch die Rampe richtung Wasserfallkamin. Kurz nach dieser Schlüsselstelle folgt nach dem kleinen Rampeneisfeld und dem Brüchigen Band der Brüchige Riss und das Biwak vor dem Götterquergang. So wie es ausschaut haben auch hier in den letzten Tagen schon einige Seilschaften ihre Nacht verbracht und kräftig uriniert. Nach einer kurzen Stärkung nehmen wir den Götterquergang in Angriff und befinden uns schon bald in der berüchtigten Spinne. Durch schönes kombiniertes Gelände erreichen wir die letzte Schlüsselstelle. Der Quarzriss hat's in sich, doch auch diese Steilstufe liegt auch bald hinter uns. Nach dem Quergang am Cortibiwak erwarten uns zwei Seillängen geniale Eiskletterei durch die Ausstiegskamine. Mit etwas müden Beinen geht's nun aufwärts über das Gipfeleisfeld zum Mitteleggigrat und über diesen zum Gipfel. Ein stürmischer Wind versüsst uns den Aufstieg auf den letzten Metern. Wir freuen uns auf dem Gipfel, dass wir bei unserer ersten Begehung schon nach gut 13 Stunden Kletterei hier oben stehen. Fast noch grösser ist die Freude über den HCD-Plastiksack in meinem Rucksack Wink Gemütlich geht nun unser Weg weiter über die Westflanke zurück in unser Zelt. Dummerweise lasse ich meinen Rucksack vor dem Zelt, so dass prompt ein verwirrter Fuchs Gefallen daran findet an ihm herumzuknabbern!